Visual Novels

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Visual Novels

Beitragvon I.R.Baboon » 24. Mai 2009, 12:23

Erstmal für die, die gar nicht bescheid wissen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Japanisches_Adventure
http://en.wikipedia.org/wiki/Visual_novel

Database:
http://vndb.org
Also einfach dort die Titel nachgucken für detaillierte Infos.

So, also ich hab kürzlich erst angefangen, solche "Spiele" zu spielen, aber ich bin recht begeistert, muss ich sagen.
Bis jetzt hab ich gespielt:

(Die Nummern sind die chronologische Reihenfolge, in der ich die Spiele gespielt habe)

[1] Katawa Shoujo Act 1
Fand ich eigentlich ganz gut. Klar, dass in Act 1 nicht besonders viel passieren kann... bin gespannt auf das Full Game. Btw konstenlos.

[2] Yume Miru Kusuri [Adult Content]
Also das hat mich erstmal umgehauen. Wunderschöne CGs, nette Musik und 3 Story-Lines, die echt fetzen. Bei Aekas Path hab ich bald geheult, so schön und traurig wars zugleich ;_;

[3] Clannad (FV)
Eigentlich ließ es sich anfangs gut spielen, aber es hat kaum eine Klimax, kein Drama, kein Sex, nichts -.-
Also ich hab nur den Nagisa Path gespielt, aber dann hats mir schon gereicht. [btw.: Length: Very Long (>50h)]

[4] Wanko to Kurasou [Adult Content]
Also erst hab ich erwartet, dass es nur um Sex geht und ich hab das Game eigentlich auch nur angefangen, weil mich Clannad so angepisst hat.
Feststellen musste ich dann, dass tatsächlich viel Sexual Content dabei ist, aber dass es durchaus eher um eine schöne Geschichte und ein Beziehungsgefüge geht. Also ich spoiler jetzt nicht, aber... Wer will nicht von seinem süßen, anthropoiden Hündchen Mikan "Okaeri nasai, Goshujin-sama~" zu hören kriegen :D
Klingt kitschig, ist es auch, aber durchaus schön ^^

[5] Ever 17 - Out of Infinity
Definitiv zu empfehlen. Ist zwar etwas älter, aber hat eine wundersame Story. Auf den ersten Blick ist diese recht einfach, doch umso weiter man sich rein verstrickt, umso weniger kommt man wieder hinaus. Wirklich ansprechend und schön zu spielen.
Ich bin allerdings noch am Ball! Habs erst mit einem Pairing durchgespielt.

[6] LEAVEs [Adult Content]
Eine kostenlose Kinetic Novel - also keine Entscheidungen zu treffen und außerdem in NVL - das textfenster geht nahezu über den ganzen Screen, ist also wie ein Buch. Stimmen gibt's auch nicht. Die CGs sind nicht soo atemberaubend...
ABER: Einfach geile Story und so schön geschrieben... so philosophisch, melancholisch, tragisch, dramatisch... es war einfach der Hammer. Auf jeden Fall zu empfehlen! (allerdings nicht für Leute mit Suizidgedanken... da garantier ich für nix ^^")
Danke für diese Bereicherung meines Daseins.

[7] Edelweiss [Adult Content]
Dieses Spiel konnte mich absolut nicht überzeugen. Schlechte Musik, dümmliche Dialoge, dazu noch sehr schlecht übersetzt vom englischen Publisher MangaGamer und eine kitschige Story. Es hat einfach keinen Tiefgang, außer bei einem Path am Ende, aber das wiegt den Rest nicht auf.

[8] Saya no Uta [Adult Content]
Wow! Guro loli mindfuck total! Die Musik, die meist einen Tick Mystery, manchmal auch Misery hat, macht schon von Anfang an Eindruck, vorallem diese Art Ambient Metal, die hier öfter vorkommt. Die CGs sind zwar nicht auf höchstem Niveau, aber beeindrucken trotzdem (auch die Hintergründe :P).
Die Story ist ohnegleichen...
Es ist, als ob das Spiel den Spieler mit Stahlschrauben in den Kopf fickt und dann Regenbögen in sein Hirn ejakuliert.
Also Vorsicht, dieses Spiel ist definitiv nichts für zarte Gemüter!
Das Game ist es auf jeden Fall wert, gespielt zu werden! Go Go! Eure Chance auf die Bewusstseinserweiterung! ^^

[9] Princess Waltz [Adult Content]
Das war genau das richtige nach Saya no Uta. Eine typische Anime Fantasy Story, also mal nichts "Anstrengendes".
Das Spiel hat nur ein Ending, man kann aber zwischendurch trotzdem ein paar Entscheidungen treffen.
Außerdem muss man in diesem Spiel relativ oft "kämpfen", was durch ein kleines Kartenspiel gelöst wird... naja, der Part hat mir nicht so gefallen.
Womit Princess Waltz allerdings überzeugt, ist die ganze Aufmachung.
CGs, Effekte, Sprache, alles Top. Die Story an sich ist echt nett, aber kein vergleich zu einigen der oben genannten Spiele.
Fazit: Wer mal etwas Seichteres brauch, ist mit diesem Game gut beraten.

[10] Hinatabokko [Adult Content]
Da gibt's nicht viel zu sagen...
Lässt sich spielen, ist aber nichts Besonderes. Heile Welt, fröhliche Animu-Mädels und am Ende verliebt man sich in eine von diesen.
Allerdings recht schöne CGs ^^

[11] Tears to Tiara [Adult Content] [Dropped]
Scheint mir jetzt gar nicht so schlecht zu sein, aber in VNs schlecht gemachte RPG-Fights einzubauen ist einfach ein Verbrechen.
Drum hab ich das gedropped.


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Re: Visual Novels

Beitragvon Baphomet » 29. Mai 2009, 20:22

Catgirl Panic
Etwas kurz und etwas sinnlos, wenn man das so sagen darf. Es gibt aber hier und da ein paar lustige Momente. Wer schon immer mal wissen wollte, wie ein Arbeitstag eines Hentai-Visual-Novel-Autors NICHT aussieht, der sollte Catgirl Panic spielen, zumal es kostenlos ist. Kein adult content, aber dafür die Option, Schimpfworte abzuschalten.
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Re: Visual Novels

Beitragvon Boshy » 26. September 2010, 22:05

Baboon meinte ja auf der Con, ich sollte mir den Thread mal anschauen, und das hab ich jetzt wohl gemacht, ne.


Tsukihime

Tsukihime war wohl das Spiel, dass mich der ganzen V-N Szene näher gebracht hat. Es war zwar nicht meine erste VN (an die möchte ich nicht mehr wirklich erinnert werden ~~), hat dafür aber umso tieferen Eindruck hinterlassen. Vielen dürfte Tsukihime noch vom gleichnamigen Anime her ein Begriff sein, obwohl unter Fans der VN der Spruch „there is no Tsukihime anime“ kursiert, weil dort doch die Story arg verstümmelt wurde.

Auf den ersten Blick wird jeder, der sich das Spiel ansieht, wohl eher denken „wtf, doujinshi game billigster Sorte“ und man kann es ihm nicht verdenken.
Der erste Release von Tsukihime liegt immerhin nun etwa 10 Jahre zurück. Sind aus heutiger Sicht so alte kommerzielle VNs meistens schon kein Augenschmaus, Tsukihime als Doujinshigame ist da nochmal ne ganze Ecke schlechter. Außerdem hat das Game wegen seiner Herkunft auch kein Voice Acting und der Soundtrack ist… nunja… eher von der einfachen Sorte, mal vorsichtig ausgedrückt.

image0001.jpg


Glücklicherweise ist vom Entwicklerstudio Type-Moon (die mittlerweile ein kommerzieller VN-Entwickler geworden sind) ein Remake angekündigt worden, das diese Kritikpunkte beseitigen und außerdem eine weitere Route hinzufügen soll (rejoice, poor Sacchin! *insider*). Leider steht noch in den Sternen, wann es endlich soweit sein wird, also befasse ich mich hier mit der Urversion mit all ihren Schwächen.

Die Story stammt aus der Feder von Kinoku Nasu, der vielen von Fate/Stay Night und Kara no Kyoukai ein Begriff sein sollte. Tsukihime ist im gleichen Universum wie die anderen seiner Werke angesiedelt, d.h. eine Welt mit Magiern, Vampiren und sonstigen übernatürlichen Vorkommnissen (was sich klischeehafter anhört, als es dann ist).

Die VN bietet zu den meisten der darin vorkommenden Damen eine eigene Route an (insgesamt 5), die sich stark von den jeweils anderen Routen unterscheideen und den Großteil der Spielzeit einnehmen. Tsukihime ist eins der VNs, bei denen man jede Route gespielt werden sollte, da a) sie alle packend inszeniert und actionreich sind, b) nirgends der Routen der Dramafaktor zu kurz kommt und c) in jeder Route nebenbei ein anderer Aspekt der rätselhaften Hintergrundgeschichte des Protagonisten Tohno Shiki beleuchtet wird. Der kann nämlich nach einem "Unfall" seit seiner Kindheit die Linien des Todes auf sämtlichen Objekten und Personen sehen und diese deswegen spielend einfach töten/zerstören (da hat Nasu schamlos bei sich selbst aus Kara no Kyoukai geklaut).

Zum Spielprinzip ist ganz allgemein zu sagen, dass es in Vergleich zu anderen VNs/ Galge unglaublich viele Verzweigungen und Dead Ends gibt. Viele von denen sind allerdings wirklich lesenswert, ein paar kann man als fast gleichwertig mit den "richtigen" Endings betrachten.

Ohne jetzt zu spoilern, eine extrem packende VN, die mich ich persönlich damals etwa eine Woche fast Non-Stop an den PC gefesselt hat. Die z.T. oben genannten technischen Einschränkungen sind zwar nervig, lassen sich aber angesichts der Story leicht verschmerzen. Nur wer Ero und/oder geile Grafik sucht, ist hier an der falschen Adresse. Nasu ist zurecht für seinen Schreibstil berüchtigt, insbesondere wenn es um H-Szenen geht; das kann dann manchmal ungewollt komisch werden. Wer aber KnK, Fate/Stay Night oder eben den (eigentlich nicht vorhandenen) Tsukihime Anime mochte, wird diese VN lieben.
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